Ulla (Ursula) Daiber-Kielczynski

Dipl. Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin

aus Hannover kommend, von 1985 - 1998 in Berlin und seit 1998 in Oranienburg lebend

Ich glaube, dass es wenig Sinn macht, aufzuzählen, wo man ausgestellt hat..... Aber vielleicht ist es für die wenigen Leser interessant, zu erfahren, was mich bewegt, mich visuell auszudrücken und dass ich das einfach gerne leidenschaftlich tue. Ich kann noch nicht mal von mir behaupten, dass ich als Kind gerne gemalt habe. Eher stellte ich die Möbel ständig um, legte das Regal mal horizontal. Im Kunstunterricht war es ähnlich. Das, was mich an Kunst wirklich begeistert, ist zum Beispiel das Bauhaus in den 1920zigern. Die Kreativität im Sinne eines gesellschaftlichen Stilumbruches, in Funktionalität und Reduktion der Objekte; weg von der wilhelminischen überborderten Schnörkelei, Klarheit in Architektur und Design, eben die Neue Sachlichkeit. Schade, dass es kein Mainstream wurde; aber auch da haben die  Nazis einen Riegel vorgeschoben, Entartung und Schließung. Ich überlege immer, wie sich ein modernes Design durchgesetzt hätte, wenn diese Zeit nicht gewesen wäre. vielleicht ein wenig skandinavischer...-

Dass ich gerne bis an die infantile Grenze gehe liegt daran, dass für mich Malerei Sprache bedeutet, Ausdruck einer Erzählweise, Ausdruck von Emotionalität von Höhen und Tiefen: Bilder können Loyalität bedeuten, weniger verletzend als Sprache.

 

Zum  Ausgleich von Familie und Beruf malte ich mehrere Jahre bei einer Berliner Künstlerin.Sie hatte ein ganz eigenes konzeptionelles didaktisches Vorgehen; der Schwerpunkt lag nicht auf dem technischen Erlernen von Motiven, sondern auf der Schulung der eigenen visuellen Wahrnehmung durch gezielte Punkt-Linie-Übungen und die strukturelle Gestaltung einer Fläche.

Kurse oder Fortbildungen lehne ich für mich persönlich ab; Ideen entstehen und eine für mich erfolgreiche Umsetzung bedeutet  "Genaues Hinschauen" im kreativen Prozess - das ist dann eher ein autodidaktisches Lernmoment. Die Perfektion einer Technik ist für mich nicht vorrangig, eher die stimmige Gestaltung und der freie Ausdruck.

 

Die Kinder waren in der Kindergarten - und Grundschulzeit sehr "malwütig".Es kamen schöne Dinge dabei heraus und ich hatte alles Gemalte und Gezeichnete archiviert. Parallel dazu hatte sich die Begeisterung für den kindlichen Ausdruck gefestigt.Aber auch "Artbrut" die Kunst von Menschen mit Behinderung begeistert mich.Beides hat dazu geführt, dass ich diesen "reinen"Ausdruck nachahmen wollte und bis auf "Infantiles"gestoßen bin....der für manchen Außenstehenden nicht immer nachvollziehbar war oder ist. Wenn man sich in einem sogenannten Flow befindet, darf man nicht alles zeigen! 

 

Künstler aus dem 20. Jahrhundert interessieren mich, besonders Klee, Schwitters, Miro, die Papiercollagen von Matisse, Sonia Delauney,   ...das Bauhaus, Gropius, Mies van der Rohe...eben die klassische Moderne und Niki de Saint Phalle, die in Hannover durch ihre bekannten "NANAS" in den 70zigern eine Welle der Empörung ausgelöst hat. Das war die erste Auseinandersetzung mit Kunst-als Kind. Sie sind meine Inspiration...und es gibt eigentlich nichts besseres als Kunst imöffentlichen Raum anzustreben.

 

Seit einigen Jahren bin ich Mitglied des  Vereins "KUNSTRAUM Oranienwerk" im Oranienwerk, der Kreativ-und Kulturstandort in Oranienburg, der im Frühjahr und Herbst eines jeden Jahres den ARTROOM durchführt, eine Gemeinschaftsaustellung unterschiedlichster Künstler aus Oranienburg, Oberhavel und Berlin.